März 9, 2008 von zagglimkiwiland
Ja dieses Wochenende war echt spannend. Mit zwei Autos sind wir raus in die Wildnis gefahren – über Queenstown – weiter in die Berge. Alles sehr chaotisch geplant, wie das so bei den Kiwis üblich ist, erfahre ich in letzter Minute, dass wir dann doch schon Freitags losfahren
Schnell noch Wanderschuhe gekauft, weil ich ja nur zwei Schuhe mit nach Neuseeland genommen habe (die an meinen Füssen) und los gehts. Die Fahrt ist relativ lange, so um die 6 Stunden und deshalb sind wir auch erst in der Dunkelheit angekommen. Ich hab (mangels einer Luftmatratze) in der Schutzhütte auf dem Tisch geschlafen. Naja, es gibt eigentlich nix schöneres als irgendwo in der Dunkelheit anzukommen und morgens dann, in einer atemberaubenden Landschaft aufzuwachen… Ein Bach plätschert vor der Hütte vorbei und über einem riesige Berge mit zahlreichen Wasserfällen. Dann hat das Abenteuer begonnen, der Zaggl ist natürlich allein losgezogen, weil die normalen Wege zu gehen ist nicht so spannend. Auf jeden Fall war es super krass, ich hab allein an diesem Tag über 500 Fotos machen müssen. Ich konnte einfach nicht anders. Überall Bäche, Berge und sogar eine Hochebene, alles sehr schön. Im Fluss – der glasklar ist – bin ich dann noch ne Runde schwimmen gegangen, sau-kalt. Am späten Nachmittag musste ich zurückkehren, denn einer der Kiwis hatte mir sein Auto dagelassen (auch sehr nett, wenn man bedenkt, dass ich ihn erst am Abend vorher kennengelernt habe) und wir hatten einen Treffpunkt vereinbart. Mit dem Auto sieht man natürlich in kürzerer Zeit mehr, aber zu Fuss ist doch was ganz anderes. Wie durch ein Wunder habe ich sogar den Treffpunkt gefunden. Man muss dazu sagen, dass ich keine Karte hatte und das Handynetz dort nirgends funktioniert. Nach einem Grillabend sind wir dann hundsmüde in die Zelte und heute Mittag heimgefahren.

Zu Queenstown (wo ich ursprünglich unbedingt hinwollte) muss man sagen, dass es sowas wie St. Moritz oder Kitzbühel ist, nur halt für die Südhalbkugel. Es ist teuer, etwas dekadent und bei den Kiwis gar nicht beliebt. Da waren richtige Mietkolonien und Hotelbunker. Die Lage ist allerdings top. Mitten in den Bergen, an einem See …
Veröffentlicht in Dunedin, Queenstown | 3 Kommentare »
März 5, 2008 von zagglimkiwiland
So Leute, wie versprochen habe ich jetzt endlich damit angefangen einen Blog zu schreiben. Leider kam ich wegen diverser Umzüge nicht dazu. Genau genommen, habe ich jetzt mein viertes Flat bezogen. Zuerst im Motel – gut das war klar, das war nur temporär – und da musste ich auch schon nach dem ersten Tag von einem Flat in ein anderes ziehen. Dann hab ich einen gemütlichen Kellerraum angemietet, leider zu ruhig. Kein Tisch, kein Stuhl, nur ein Raum mit zwei Betten. Das Ganze dann auch noch sehr weit entfernt von der Uni in „Pine Hill“ – klingt gut, ist es aber nicht. Zu guter Letzt bin ich dann im Studentenwohnheim untergekommen in einem netten 5er Flat. Doch bis es dazu kam, musste ich noch einige Hindernisse überwinden. Z.B. leiten einen hier manche Schilder, an die unmöglichsten Orten. Da hatte ich eine schöne Liste mit freien Wohnungen bzw. freien Plätzen in WGs, da seh ich in der Stadt ein Schild, welches mich genau zu einer der gesuchten Strassen führen sollte. Doch zunächst ging es zu einem kleinen und fast vollkommen zugewachsenen Pfad. Da müssen wir jetzt durch, ist doch egal. Doch nach einigen hundert Meter auf diesem Pfad der immer wilder wird und schon kaum noch als Pfad zu erkennen ist, fragt man sich doch schon: Kann das noch richtig sein? Denn ich wollte ja noch gar nicht zu einem konkreten Haus, sondern erstmal nur zu einer Strasse. Letztendlich vor einer Gartentür stehend – an der ein Schild hängt: „beware of the dog!“ – wünscht man sich nie dort hingegangen zu sein. Doch man will auch nicht mehr zurück. Dann wartet man ein wenig, ob man den ominösen besten Freund des Menschen nicht noch aus der sicheren Position, ausserhalb der Gartentür erkennen kann und wagt das Spiel… Da finde ich mich nun in einem typischen Vorgarten von Dunedin wieder (die sind so ähnlich wie in Britannien) auf mich zu kommt ein dicker Terrier und wuselt um meine Füße. Etwas beruhigt versuche ich das nächste Problem zu lösen: Wo ist der Ausgang aus diesem **-Garten. Ganz einfach das gegenüberliegende Gartentor. Und da war ich in der gesuchten Strasse. Etwas strange durch einen privaten Garten geleitet zu werden, aber so sind se die Kiwis.

Auf der Uni geht’s auch so langsam voran. Es wird auch Zeit, da ich immer noch nicht eingeschrieben bin, weil: Kein Visum! Auf das dumme Visum warte ich schon seit dem zweiten Tag nachdem ich hier ankam … Naja, der Kiwi sieht’s locker, da gewöhnt man sich schnell dran und fängt an auch alles locker zu sehen.
Gleich gehe ich in den legendären Biotechnology Kurs. Da schaut mich jeder schief an und fragt mich „Was macht n Informationsmanager in Biotechnologie???“ genauso wie mich jeder aus IM fragt „Was machst du in Biotechnologie?“. Naja, mal sehen was das Schicksal für mich dort bereithält.
So zum Schluss noch ein Bild vom Strand… Ja, Lenz und Lemmes, ich bin da reingegangen…

Veröffentlicht in Nicht kategorisiert | 6 Kommentare »