Archiv für die Kategorie ‘Queenstown’

Flat-Party und SkyDive

April 8, 2008

Ich habe mich ja schon lange hier nicht mehr gemeldet. Aber es bleibt immer weniger Zeit dafür. Auch Bilder gibt es diesmal kaum, weil ich öfters mal die Kamera hab liegen lassen. Obwohl ich das Ding gerne am Donnerstag (03.04.08) zu gerne dabei gehabt hätte. Sam ein Kiwi hatte uns auf eine Flat-Party eingeladen. Na ja, und nach deutscher Manier sind wir erst so um halb elf da hingegangen. Alle schon mega besoffen, das britische Drink- und Verhalten-im-alkoholisierten-Zustand-Gen war wieder voll zu erkennen. Das hat der weiße Mann offensichtlich mit hierhin genommen. Diesmal waren wir (Stefan und ich) – so denke ich – die einzigen Nicht-Kiwis. Zuerst einmal haben wir ein Bettlaken bekommen aus dem wir uns so ne Art Toga gebaut haben, denn es war eine White-Dress-Party. Ja dann wurde natürlich getrunken. Der Punch war in einem Bottich auf dem Boden. Die Kiwis waren natürlich alle granaten, die fangen erst mit 18 an zu trinken und flippen, dann natürlich direkt aus. Die Wohnung sah später aus wie eine Müllhalde und zu guter letzt haben wir alle auf Sams Wunsch seine Zimmertür eingetrete. Die Schlüssel hatte er gerade nicht zur Hand … richtig lustig war es dann, dass seine Freundin ca. 10 Sekunden später mit den Schlüsseln ankam. Das echte Highlight der Party war das Schaf. Da hatten die Jungs doch tatsächlich ein Schaf auf einer Farm geklaut und im Kofferraum abtransportiert. Es sollte dann geschlachtet und gegrillt werden. Der Anführer der Schafklautruppe ist lediglich mit einem Haarreif und sehr knappen Dessous bekleidet gewesen .. vielleicht hatte er sonst nix weißes.

Der nächste Morgen war natürlich hart. Zumal mein schon lange geplanter Fallschirmsprung gecanceled wurde. Aber ich hab mich dann einfach der Gruppe (Stefan und Adam) angeschlossen die am Sonntag (06.04.08) ins kleine Wanaka zum Sky-Dive gefahren sind. Je näher wir kamen, desto besser wurde das Wetter und auch unsere Zweifel wurden gleichzeitig größer. Aber es war super, wir sind sogar durch eine Wolke gefallen, sehr krass.
Zuletzt ein Bild kurz vor dem Sprung …

Easter Breaks

März 27, 2008

Der große Easter Break Road Trip: Am Donnerstag (20.03.08) war der letzte Uni-Tag vor den Osterferien. Am späten Nachmittag sind wir dann endlich losgefahren. Erstmal in Richtung Fiordland. Das ist eine Fjordlandschaft im Westen der Südinsel. Bis Milford Sound – einer Ansammlung von ca. 5 Gebäuden – haben es an dem Abend natürlich nicht mehr geschafft. So um 11:00 haben wir uns an einer Art Schützhütte niedergelassen und dort übernachtet. Ich hatte wahrscheinlich noch den bequemsten Platz im Auto. Die anderen haben auf dem Betonboden der Hütte, die nicht geschlossen war geschlafen. Am nächsten morgen mussten wir dann 5 Dollar pro Nase zahlen, weil mal dort eigentlich nicht campen darf (brutale Strafen haben die Kiwis). Ein Saubermacher hatte uns erwischt. Das Wetter war sehr regnerisch. Man muss bedenken in Fiordland regnet es ca. 200 Tage im Jahr. Aber die Milford Sound war echt schön am nächsten Tag. Die Wolken in den Fjorden sind beeindruckend.

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Auf dem Rückweg ist dann die „Karre verreckt“ (danke Stefan für diese Diagnose )). Aber es war halb so wild, eigentlich nur ein Fehler der Tankanzeige.

 

Am selben Tag noch (also Freitag 21.03.08) haben wir eine Bergtour gemacht (den Anfang des Routburn Treks). Nur durch die Bilder, die wir später sahen, wussten wir, dass es ne tolle Aussicht gewesen sein muss … Aber es waren ja immer noch die Wolken und der Regen da. Daraufhin sind wir dann nach Te Anau gefahren um in einem Backpacker zu schlafen. Am nächsten morgen (Samstag 22.03.08) klarte es dann endlich auf. Die Sonne kam raus und alles schien besser zu werden. Für uns stand erst einmal eine richtige Touristentour an. Doch zuvor mussten wir wieder die Karre mal wieder reparieren. Die Batterie war leer. Schnell ein Überbrückungskabel an der Tankstelle gekauft und einen Kiwi gefragt, ob er uns Starthilfe geben kann. Ganz so einfach war es nicht, denn wir stellten fest, dass es sich um einen V6 handelt und das gekaufte Kabel nur für 4-Zylinder tauglich ist. Die Road-Mates wollten kein Risiko eingehen und haben das Kabel wieder getauscht. Naja, dann ging es endlich los. Erstmal ein wenig fahren (um die Batterie aufzuladen) und an einem abgelegenen See frühstücken, dann zurück nach Te Anau. Schön mit einem Boot über den See (Lake Te Anau) und dann durch eine Höhle. Die Höhle ist durch einen unterirdischen Fluss entstanden und das besondere war, dass dort zahlreiche Glühwürmchen leben. Die spannen kleine Netze und locken durch ihr Glühen Insekten an, um diesen dann zu fressen. In absoluter Dunkelheit sieht es wie ein Sternenhimmel an der Höhlendecke aus, wenn die Würmchen da so rumglühen. Leider konnte und durfte man keine Bilder machen. Abends haben wir uns einen Campingplatz mitten im Wald gesucht. Nachts kamen wir erst an und das Mondlicht war so hell, dass wir fast Alles ohne künstliches Licht gesehen haben. … die Bergkuppen über einem und im Wald konnte man einzelne Baumkronen sehen. An dem kleinen Bach, der direkt am Platz vorbeifließt haben wir dann noch ne Flasche Wein getrunken und sind schlafen gegangen, denn der nächste Tag sollte anstrengend werden.

 

Die Bergtour stand am Ostersonntag (23.03.08) an. Hierbei kann man wieder die Bilder sprechen lassen. Ein schmaler Pfad führt zu einer Aussicht, die alles enthält. Zwischen den Gipfeln von Gletschern Blickt man hinunter auf ein Tal, das von einem Fluss durchzogen wird. Dahinter sind weitere Berge und ein Fjord. Da kann man schon ne Jause machen.

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Aber wir wollten mehr. Aus einem kurzen Abstecher nach weiter oben wurde das verbissene Ziel: berühre das Eis! Wir hatten uns plötzlich vorgenommen soweit zu gehen bis das Eis des Gletschers erreicht ist. Weiter unten war noch mehr Eis, aber wir wollten das Gletschereis. Es wurde immer steiler und man musste mittlerweile richtig klettern, doch wir haben es geschafft.

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In der zweiten Nacht am Waldcampingplatz haben wir gut geschlafen.

 

Kanufahren in Milford Sound (Montag 24.03.08) war zuvor geplant und das Wetter war einfach perfekt. In Booten zu je zwei Mann sind wir dann durch den Fjord gepaddelt.

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Der letzte Tag unserer Osterferien (25.03.08) ist ein wenig den IMlern gewidmet. Der große „jump“ war vorgesehen, als krönender Abschluss unserer Tour. Dabei wollte ich natürlich unsere „Uniform“ tragen: unser gutes IM-T-Shirt… Zuerst nach Queenstown und irgendwann war es dann soweit. Die Sache wurde ernst. Von einer 43 Meter hohen Brücke über einem türkiesfarbenen Fluss: der Bungy-Sprung. Irgendwie war meine Klappe etwas groß und ich antwortete dem Bungy-Seil-Typen als er mich fragte, ob ich das Wasser berühren wollte: „As much as possible“. Das Ergebnis war, dass kurzeitig nur noch meine Füße aus dem Wasser schauten. Ich hatte Gott sei Dank keine Schuhe und keine Strümpfe an.

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Leider gibt es noch keine qualitativ guten Fotos. Aber wir hatten wieder großes Glück, denn zufällig stand ein Hobby-Fotograf unter den Zuschauern mit dem wir Email-Adressen ausgetauscht haben.

Zuletzt muss natürlich noch ein Assi-Helden-Foto gemacht werden.

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Bei der Rückkehr zu unserem Auto entdeckten wir, dass wir einen Platten hatten. Super. Reifen wechseln und mit einem dämlichen Ersatzrad begann die Suche nach einem Reifenmonteur, der geöffnet hatte (in der Region Otago ist Feiertag). Letztendlich hat das Auto auch noch seinen neuen Reifen bekommen und wir sind den weiten Weg zurück nach Dunedin gefahren. Allerdings auch nicht ohne Steinschlag mit Sprung in der Windschutzscheibe. Der gute Mitsubishi Galant V6 scheint wirklich verflucht zu sein.

Paradise, Queenstown, Camping, Wildnis

März 9, 2008

Ja dieses Wochenende war echt spannend. Mit zwei Autos sind wir raus in die Wildnis gefahren – über Queenstown – weiter in die Berge. Alles sehr chaotisch geplant, wie das so bei den Kiwis üblich ist, erfahre ich in letzter Minute, dass wir dann doch schon Freitags losfahren ) Schnell noch Wanderschuhe gekauft, weil ich ja nur zwei Schuhe mit nach Neuseeland genommen habe (die an meinen Füssen) und los gehts. Die Fahrt ist relativ lange, so um die 6 Stunden und deshalb sind wir auch erst in der Dunkelheit angekommen. Ich hab (mangels einer Luftmatratze) in der Schutzhütte auf dem Tisch geschlafen. Naja, es gibt eigentlich nix schöneres als irgendwo in der Dunkelheit anzukommen und morgens dann, in einer atemberaubenden Landschaft aufzuwachen… Ein Bach plätschert vor der Hütte vorbei und über einem riesige Berge mit zahlreichen Wasserfällen. Dann hat das Abenteuer begonnen, der Zaggl ist natürlich allein losgezogen, weil die normalen Wege zu gehen ist nicht so spannend. Auf jeden Fall war es super krass, ich hab allein an diesem Tag über 500 Fotos machen müssen. Ich konnte einfach nicht anders. Überall Bäche, Berge und sogar eine Hochebene, alles sehr schön. Im Fluss – der glasklar ist – bin ich dann noch ne Runde schwimmen gegangen, sau-kalt. Am späten Nachmittag musste ich zurückkehren, denn einer der Kiwis hatte mir sein Auto dagelassen (auch sehr nett, wenn man bedenkt, dass ich ihn erst am Abend vorher kennengelernt habe) und wir hatten einen Treffpunkt vereinbart. Mit dem Auto sieht man natürlich in kürzerer Zeit mehr, aber zu Fuss ist doch was ganz anderes. Wie durch ein Wunder habe ich sogar den Treffpunkt gefunden. Man muss dazu sagen, dass ich keine Karte hatte und das Handynetz dort nirgends funktioniert. Nach einem Grillabend sind wir dann hundsmüde in die Zelte und heute Mittag heimgefahren.

Rainbow

Zu Queenstown (wo ich ursprünglich unbedingt hinwollte) muss man sagen, dass es sowas wie St. Moritz oder Kitzbühel ist, nur halt für die Südhalbkugel. Es ist teuer, etwas dekadent und bei den Kiwis gar nicht beliebt. Da waren richtige Mietkolonien und Hotelbunker. Die Lage ist allerdings top. Mitten in den Bergen, an einem See …