So, die letzte (große) Reise liegt hinter mir. Die Mid-Semester Breaks wurden ausgenutzt um den noch unentdeckten Rest der Südinsel zu erkunden. Eigentlich habe ich zwei Touren gemacht zuerst mit Myra, Chris und Will, meinen Flatmates. Sarah hatte schon den Flug nach Auckland gebucht. Später ging es mit Miriam, Marcus, Stefan und Adam weiter… Aber fangen wir mal vorne an. Ach ja, und da das Ganze ein wenig kompliziert ist diesmal mit Karte.
Freitags (18.04.08) mittags nach meiner Software Engineering Vorlesung (und dem dazu gehörigen wöchentlichen ÜbersWochenendeAssignment) starteten wir mit Gwendoline (and „she is a good car“) in Richtung Christchurch. Es stand die Will Catton Family Tour an: Aus dem Leben eines Kiwis. In Timaru war dann unser erster Stopp, denn Will hatte den Einfall, dass ja seine Großeltern dort leben. Als einziger Non-Native-Speaker hat man da schon so seine Probleme, aber wir wurden gut gefüttert und sind dann weiter zu Will’s Eltern, die in der Nähe von Christchurch leben. Dort wurden wir dann abermals gut gefüttert und reichlich mit Alkoholika versorgt. Will’s Dad hat uns seine Spielzeuge, wie sein High-Tech Teleskop und seinen Laserstrahler gezeigt. Am nächsten Morgen – nach einer gemütlichen Nacht am Kamin mit den Flatmates – zeigte sich, dass es geschneit hat. Wahnsinn.
Gwendoline war ganz weiß… na ja, eigentlich ist sie von natur aus weiß. Egal.
Der Schnee hatte viel Gutes, denn wir sind gleich über den Arthurs Pass in Richtung West Coast und die Berge waren alle noch weiß bedeckt.
An einem kleinen Rastplatz waren sie dann wieder: Keas. Die frechen Vögel sind total neugierig und sind immer auf dem Vormarsch.
Chris hat dann versucht sie davon zu überzeugen, das Auto in Ruhe zu lassen.
Ja und so ging es weiter über den Pass und bis mich dann erneut die Kiwi-Architektur zum lachen brachte. Den Umstand, dass man auf Brücken seine Fahrbahn mit dem Gegenverkehr teilen muss war ich ja schon gewohnt, selbst auf den Highways passiert das immer wieder. Aber, dass dann noch Zuggleise dazukommen …
Endlich waren wir an der West Coast. Es ist schon anders als im Osten der Südinsel, noch höhere Wellen und noch weniger Menschen.
Unser Ziel war das Heim von Will’s älterer Schwester, das bedeutet, dass wir in Richtung Süden weiterfuhren, immer die Küste entlang, in Richtung Haast. Wir waren gut in der Zeit obwohl wir unzählige Male angehalten sind, z.B. auch am Franz-Josef Gletscher.
Bei Will’s Schwester angekommen – oder besser nur in ihrem Haus – haben wir es uns gemütlich gemacht. Es war noch keiner daheim. Essen und trinken war angesagt. Ein Dreiliter- Tetra-Pack mit Zapfhahn, voll mit Rotwein. (Aber das war natürlich nicht alles.) Am nächsten Tag (20.04.08) weckte uns erstmal Will’s Neffe auf und dann ging es so langsam zu einem sehr schönen Strand.
Hier gab es natürlich wieder unscheue Tiere…
…und auch eine Flusseinmündung. Zwei sind rein gegangen.
Da Myra montags arbeiten musste hieß es, dass der Trip zu Ende ist und es wieder nach Dunedin. Will hat sich noch verabschiedet, …
…. dann haben mich die drei noch mal zurück nach Norden – genauer nach Fox – gebracht, wo die Anderen sein sollten.
Tja da war ich dann in Fox und Fox ist nicht groß. Nachdem ich den Kollegen Miriam, Marcus, Adam und Stefan eine Text geschickt hatte bin ich auch kurz auf den guten Mitsubishi gestoßen. Dann können sie ja nicht weit sein. Erstmal was essen. Ja und dann kamen sie auch und wir sind nach Norden. (Hier fängt die blaue Linie in der Karte an, bisher war es dir Rote.) Es war bereits ein Backpackers für die folgende Nacht gebucht und wir fanden uns am Abend in dem kleinen Ort Okarito direkt am Meer wieder. Am Abend sind wir noch zum Strand bei Vollmondlicht und am nächsten morgen bin ich dann in die Meeresfluten, vor der Dusche. Ich muss sagen so kalt war es noch nie. Auf dem Weg weg von Okarito noch schönes Bild für die Sammlung Straßenschilder
An diesem Tag sind wir auch an den Pancake-Rocks vorbeigekommen: schön, aber überlaufen. Wenn man hier mehr als zehn Menschen auf einmal sieht, fühlt man sich schon eingeengt
Die nächste Übernachtung fand dann auf „Old MacDonalds Farm“ statt. Durch einen großen Zufall bauten gerade Franzi und zwei weitere Freunde aus Dunedin ihr Zelt direkt neben unserer 5-Mann und 16 Quadratmeter großen Hütte auf.
Am nächsten Morgen (22.04.08) haben wir versucht den Sonnenaufgang zu sehen. Also früh aufstehen! Aber leider waren einige Wolken im Weg und auch eine Insel hat den perfekten Sonnenaufgang über dem Meer verhindert. Danach haben wir uns Kajaks geliehen. Adam und Stefan in einem Zweier, ebenso Miriam und Marcus. Ich war mit der Einer-Nusschale allein auf der Tasman Bay.
Das erste Ziel war (nach langer Überredung) eine kleine Insel. Dort haben wir erstmal am Strand pausiert.
… und extra für Stefan: Die absolut stylische Homer-Simpson-Gedächnis-Kopfbedeckung wurde auch von dir genutzt.
Danach sind wir noch weiter zu einer Pinguininsel aber die See wurde zur rau und wir sind wieder Richtung „Festland“. Dort war ein Traumstrand mit schönen Klettermöglichkeiten.
Der Rückweg war weit und anstrengend. Gegen die Strömung, aber wir kamen genau pünktlich um die Bote zurückzugeben.
Nach einer heißen Dusche ging es am Abend weiter Richtung Collingwood.
Hier fanden wir ein sehr gutes Backpackers mit Frühstück. Am nächsten Morgen (23.04.08) hat es dann auch mit dem Sonnenaufgang geklappt. Hier nur ein Auszug:
Im Backpackers beim Frühstück war dann auch ein bester Freund des Menschen. Genauso verfressen wie der Daheim.
Danach stand eine Tageswanderung am Nordende der Südinsel stand an. Farewell Spit ist die lange Halbinsel, die vom Nordende nach Osten zeigt. Ein Paradies für Seevögel.
Ingesamt war es sehr wendig, ein richtiges Naturerlebnis.
Und überall konnte man von den Dünen runter in den Sand springen. Letztendlich fand sich auch noch ein schöner Kletterfelsen:
Wegen Vollständigkeit: Wir haben Ihn erreicht, den nördlichsten Punkt der Südinsel:
Am Abend ging es nach Motueka dort war unser nächstes Hostel. Abend haben wir uns noch ein gutes Chili gemacht und Alkoholika konsumiert. In dem Hostel waren mehr Deutsche als in Berlin, kann man fast sagen.
Am nächsten morgen ging es weiter. Adam unser Packmeister musste immer alles schön verstauen, da es doch etwas eng mit fünf Leuten im Auto war, samt Gepäck. Es ging weiter nach Marlborough. Dort gibt es auch die Sounds und schönes Wetter begleitete uns (wie immer, kann man sagen).
An einem schönen Strand sind wir ein wenig schwimmen gegangen:
Aber die Sandflys waren auch wieder da. Ein wenig weiter oben hatte man allerdings seine Ruhe vor den Mistviechern.
Tja unser Stefan hat dann natürlich seine Kamera liegen lassen. Das hat er gemerkt als wir ein Gruppenbild machen wollten.
Es ging abends zu einem Hostel in Havelook. Am nächsten Tag (25.04.08) beim Frühstück hat uns dann Shane, der Herbergsbesitzer, Fischer, Jäger und Drachenflieger ist ein Angebot unterbreitet, welches wir wahrscheinlich nicht ausschlagen können. Er hat einen Freund in der Nähe von Dunedin, der jungen Leuten wie uns (;)) das Drachenfliegen beibringt… for free !!! Da muss ich eigentlich hin.
Wir sind weiter nach Süden, der East Coast entlang. Kaikura haben wir auch gesehen, aber wieder sehr touristisch. Auf dem weiteren Weg gab es das wohl beste Schild „Achtung Seals“ und das auf dem Highway. Leider kein Foto vom Schild… Aber die Seals waren überall.
Unser Ziel war Peel Forrest (in Southern Canterbury) in der Nähe von Christchurch. Dort hatten wir eine Rafting Tour gebucht. Kurz durch Christchurch und in der Nacht sind wir dann mitten in der Pampa angekommen.
Die Rafting Tour war super Action. Nach dem Aufstehen am Samstag (26.04.08) wurde sich dann so langsam vorbereitet. Beim Rafting ging bis Stufe 5 (ich glaub von 6 Stufen).
Tja und das war die letzte Tour im groben. Ich könnte noch stundenlang Details hinzufügen aber die Uni stresst mich so langsam. Die Kurse gehen noch, aber die Master Thesis macht nur sehr zähe Fortschritte. Naja, ALLES WIRD GUT.






































