Los Angeles

Juli 3, 2008 by zagglimkiwiland

Chris und Will haben mich am am Mittag des 22.06.2008 zum Flughafen Dunedin begleitet. Die Abreise stand an. Die Party die Nacht zuvor hat uns alle drei schon sehr mitgenommen. Ich war der einzige der nicht dort übernachtet, sondern zurück ins Flat ist, weil ja für mich die große Reise bevorstand. Über Wellington nach Auckland und dann nach Los Angeles. In LA ist erstmal ein Stop für zwei Nächte eingeplant. Mal wieder war die Fortuna der Lüfte mit mir. Der Sitzplatz neben mir war auf allen Flügen bis LA frei, genau wie schon von Cairns nach Sydney und von Sydney nach Christchurch.
In LA angekommen (früher als in Dunedin losgeflogen, wegen der Zeitumstellung) habe ich mich erstmal im schönen Vorort El Segundo – indem auch mein Hotel lag – umgesehen. Den Strand habe ich leider nicht erreicht. Nach einer (für meine Verhältnisse mittlerweile) luxuriösen Nacht kaufe ich mir eine Stadtkarte und lasse mich mit einem Taxi in die City fahren (23.06.2008 ). Dort wandere ich den gesamten Sunset Boulevard entlang. Am Anfang ist er übrigens sehr unspannend und erst später wird er so wie man ihn sich vorstellt. Hier fängt auch die Route 66 an.

Vorbei an Scientology kommt man nach Hollywood, aber um die großen Buchstaben richtig sehen zu können muss man schon einen kleinen Abstecher auf einen Hügel machen.

Auf dem Hollywood Boulevard sieht man die Sterne die bekannte oder auch unbekannte Personen verewigen sollen.

Der Sunset Boulevard geht immer weiter bis nach Beverly Hills. Sehr dekadent was dort abgeht. Da fragt mich so eine typische Amerikanerin in einem Park doch, ob ich da arbeiten würde. Wie ein Gärtner sah ich jedenfalls nicht aus. Und dann habe ich tatsächlich noch eine Berühmtheit getroffen. Zumindest sein Auto. Ich denke, dass hier kann nur einer sein:

Nach dem Rückweg, wieder mit einem Taxi, bin ich noch zum Strand gelaufen. Eine kleine Überraschung wartete dort auf mich. Ich dachte immer Baywatch wäre eine Fernsehlegende. Es gibt sie allerdings wirklich. In ihren roten Hosen suchen sie nach halbnackten Mädels (oder ein bestimmter vielleicht auch nach Alkoholresten). Diese komischen roten Bojen immer griffbereit.

Ja so sollte nun die Reise zu Ende gehen (24.06.2008 ). Die mysteriöse Biotech-Geschichte hat sich auch aufgelöst. Wie einige von Euch schon angedeutet haben wird es wohl ein gutes Ende nehmen und das hat es. Ein A+ in einem Fach von dem ich dann doch anscheinend ein wenig Ahnung zu scheinen haben. Da freut man sich.

Noch mehr freut man sich allerdings, wenn man von seinem Schatz am Flughafen abholt wird. Nach einem sehr ätzenden Flug (mit United), aber dafür direkt nach Frankfurt, komme ich einen Tag später (am 25.06.2008 ) an und Verena wartet schon auf mich. Ja, es ist schon komisch wieder auf der richtigen Seite der Strasse zu fahren und das Jetlag ist enorm. Aber die Heimat fühlt sich auch wieder sehr gut an.

Australia

Juli 3, 2008 by zagglimkiwiland

Die letzte große Tour auf der Südhalbkugel begann am Mittwoch (04.08.2008 ). Erstmal stand der Abschluss des legendären Biotech-Kurses statt: in Form einer dreistündigen Klausur. Viel Ahnung hab ich ja noch nicht von Biotech, aber die alten Klausuren haben beim Lernen etwas geholfen. Insgesamt war mein Gefühl nicht so schlecht. Die drei Stunden waren auch etwas lang und deshalb bin ich etwas früher gegangen, um noch einen letzten Lunch mit zwei Kumpels einzunehmen. Gepackt hatte ich schon für Australien und Stefan und Adam haben mich um zwei Uhr am Flat abgeholt und zum Bahnhof gebracht. Dort hat das Shuttle Stefan und mich eingesammelt und wir sind nach Christchurch gefahren. Das ursprünglich so einfache Spiel „Horse“ wurde von Stefan auf der langen Fahrt derart verhackstückelt, dass es in einer Diskussion über die Evolutionstheorie enden musste. Eine Übernachtung im Hostel stand an und am nächsten Morgen (07.06.2008 ) auf zum Flughafen. Stefan ist mit seinem ganzen Gepäck auf dem Fußweg hingefallen. Es sollte nicht das letzte Mal sein, dass einer von uns hinfällt. Später in Australien ist das öfters passiert, als wir beim gehen nach Koalas Ausschau gehalten haben. Der Flug rüber nach Brisbane war natürlich auch nicht toll. JetStar (das Ryanair des Südens) ist natürlich nicht pünktlich. In Brisbane sind wir dann fast direkt ins Hostel, es war schon Abend und die Sonne geht relativ früh unter. So um sechs ist Dämmerung. Aber dennoch richtig warm im Gegensatz zu Neuseeland. Das Shuttle vom Flughafen zum Hostel hat uns aber noch eine schöne Stadtrundfahrt geboten. Das war ein richtiger Kulturschock für uns, die gerade aus Dunedin bzw. Christchurch kamen. Hochhäuser und Glasbauten … total ungewohnt.

Das Hostel war sehr versifft und am nächsten Tag (06.06.2008 ) waren wir froh als wir mit dem Zug aufbrechen konnten um unseren bereits vorher gebuchten Mietwagen abzuholen. Jetzt waren wir endlich wieder mobil mit unserem Toyota und es ging los einfach ins Blaue.

Zwischendurch ein neues Schild in unserer Sammlung:

Zunächst hat es uns an die Gold Coast verschlagen, wir haben ein Zelt gekauft. In Surfers Paradise waren wir auch, allerdings ist das nur ein sehr touristischer Ort, allerdings mit Hochhäusern.

Im Lamington National Park haben wir gezeltet. Es war gar nicht so leicht unseren Palast aufzubauen. Wir hatten extra ein großes Zelt genommen, weil Miriam und Adam noch nachkommen sollten. Am Tag danach (07.06.2008 ) sind wir durch den Nationalpark gewandert. Direkt zu Anfang haben wir unsere ersten Kängurus gesehen. Die Route war ca. 18 km lang und sehr schön. Viele Wasserfälle und tiefe Schluchten und Wasserfälle in tiefen Schluchten. Insgesamt beeindruckend, wenn auch nicht so abwechslungsreich wie in Neuseeland.

Auch die Fauna ist äußerst interessant.

Stefan wurde bei einem unserer zahlreichen Rivercrossings von einem Blutegel erwischt. Er hat es aber auch immer wieder geschafft ins Wasser zu fallen. Am Abend sind wir in den Springbrook National Park weiter gefahren und haben im Auto geschlafen. Der ferngesteuerte Kofferraumöffner wurde Stefan zum Verhängnis. Nachdem er sich in den Schlafsack eingerollt hat, drückt er auf die Fernbedienung und zack: der Kofferraum steht auf. Das heißt für ihn: wieder rauskriechen und den Kofferraum zu machen; für mich: nur lachen und gemütlich einschlafen ;)

Am nächsten Tag (08.06.2008 ) haben wir uns die Wasserfälle bei denen wir geschlafen hatten angesehen. Die Nacht zuvor war es zu dunkel um wirklich was erkennen zu können, umso spannender ist dann der frühe Morgen. Wir waren ohnehin immer sehr früh unterwegs in Australien. Die Zeitumstellung von Neuseeland mag ein Grund gewesen sein, aber entscheidender – denke ich – war der Umstand, dass es im Winter in Australien sehr früh dunkel wurde, schon so um sechs. Morgens war es aber relativ früh hell. An diesem Tag unternahmen wir einen Ausflug zu zwei weiteren Wasserfällen. Unter einem konnte man sogar drunter durch gehen.

Auf dem Weg dorthin hat es mich dann erwischt mit dem Hinfallen. Diese Koalas sind aber derartig gefährlich. Die ganze Zeit schaut man in die Bäume und dann stolpert man halt so durch den Wald.
Am selben Tag sind wir noch in den Natural Bridge Nationalpark gefahren. Hier hat sich auch ein besonders interessanter Wasserfall in einer Höhle gebildet. Das ganze kann man sich wie ein riesiges Loch im Erdboden vorstellen in das Wasser fällt. Angeblich gab es dort auch Glowworms, wir haben aber keine gesehen.

Es ging zurück nach Brisbane. Olli Pausch hatte mir seine Adresse gegeben und wir waren schon einige Tage in Australien ohne uns zu melden. Als wir den Vorort von Brisbane indem er wohnt gefunden hatten, habe ich ihn von einer Telefonzelle aus angerufen. So trifft man sich wieder am anderen Ende der Welt.

Da der gute Olli Fußballfreund ist, hat er natürlich schon eine Gelegenheit gehabt das Deutschland-Polen Spiel zu schauen. Stefan und ich haben erstmal eine Dusche genommen (also zwei natürlich, jeder eine), dann den Olli in die Stadt gefahren und anschließend ein wenig geschlafen. Bevor es dann morgens früh (09.06.2008 ) wieder in die Stadt ging um Olli zu treffen und das Spiel zu sehen. Ein seltsames Gefühl, man steht morgens um halb fünf mit ca. 200 anderen Deutschen und vielleicht zehn Polen in Brisbane in der Fußgängerzone und wartet auf den Beginn eines Fußballspiels. Für die beiden Stunden Parkzeit kann man dann 16 Dollar bezahlen. Nach dem deutschen Sieg ging es zurück zu Olli’s Wohnung und Stefan und ich sind dann auch schon Richtung Flughafen Brisbane weiter. Miriam sollte um neun Uhr ankommen und wir wollten sie auflesen. Das klappte auch alles wie es zuvor geplant war. Weiter ging es zum Australia Zoo. Dieser Zoo ist keinem geringeren gewidmet als dem großen Steve Irwin und nicht zu verwechseln mit Steve Urkel (gell Miriam!). An dem nach ihm benannten Highway findet man schon zahlreiche hinweise auf die Existenz des Zoos.

Der Zoo selbst war schön, aber ohne die ständigen Hinweise auf Steve wäre er nur halb so interessant gewesen.

Auch die Sprüche vom Crocodile Hunter waren überall auf den ansonsten mit Informationen sehr spärlich ausgestatteten Schildern zur Beschreibung der Tiere.

Neben zahlreichen Reptilien, Säugetieren und Vögeln gab es natürlich Koalas…

… Wombats …

… und meinen persönlichen Favoriten, den Tasmanischen Teufel.

Was haben wir im Australia Zoo gelernt? Natürlich dass „Crocs rule!“. Abends sind wir weiter nach Caloundra und haben uns ein Backpackers gesucht. Doch zuvor musste ein Klassiker in Sachen Schildern fotografiert werden:

Am Dienstag (10.06.2008 ) wurden die Glass House Mountains besucht. Dazu mussten wir wieder ein Stück weiter nach Süden fahren. Eine schöne Klettertour zum Tiborgargan stand an. Im Lonely Planet stand, dass die Tour drei Stunden dauernd sollte, aber auf einem Schild sahen wir die Angabe drei Kilometer. Es stellte sich raus, dass dies kein Widerspruch ist. Der Berg war so steil, dass man richtig klettern musste. Endlich!

Aber ich war eigentlich der Einzige der Freude daran hatte und so mussten wir schon sehr bald umkehren.

Es ging weiter nach Harvey Bay. Die Autofahrt dorthin ist lang, aber fast noch länger dauerte Stefans Suche nach einer Badehose. Keiner weiß mehr in wie vielen Geschäften er war, aber letztendlich hat er eine gefunden.
In Harvey Bay haben wir die Tour für den nächsten Tag geplant und organisiert. Es sollte rüber nach Fraser Island gehen, der größten Sandinsel der Welt.

Nach einer weiteren Backpackers Nacht (11.06.2008 ) mussten wir schon um Uhr 4:50 aufstehen. Wir mussten unseren Geländewagen abholen und damit verbunden war eine Einweisung über das Fahren in Sand. Auf Fraser Island sind nur Allradfahrzeuge erlaubt und unser guter Toyota wäre schon nach 10 Metern stecken geblieben. Also mit dem Landrover Defender auf die Fähre und ab auf die Insel. Unser erstes Ziel war der Lake Wabby. Sand und Süßwasser, einfach paradiesisch. Von einem steilen Hang konnte man sich ins Wasser rollen lassen.

Aber Fische haben wir leider keine fangen können.

Die Flut kam und dann darf man nicht mehr über den Strand fahren, deshalb haben wir unser Zelt aufgestellt. Allerdings hatten wir die Heringe im Toyota vergessen und der stand noch auf dem Festland.

Stefan hat seine Klamotten zum trocknen aufgehängt.

Aber erstmal mussten wir unseren Defender auf die Stranddüne befördern, gar nicht so leicht. Letztendlich hat er aber einen guten Parkplatz bekommen.

Am Abend wurde Stefan fast noch von einem startenden Flugzeug (die starten und landen dort einfach am Strand) erfasst. Nur durch einen Sprint konnte er sich retten. Die Strandolympiade mit 100-Meterlauf, Weitsprung und Kokosnussweitwurf fand auch statt. Nach Sonnenuntergang kam ein Dingo vorbei. Allerdings darf man die nicht füttern. Strafen bis zu 2500 Dollar können ansonsten fällig sein. Strenge Regeln herrschen Down Under.
Jedoch insgesamt ein toller Strand.

Am nächsten morgen (12.06.2008 ) ging es weiter in Richtung Norden der Insel vorbei an einem alten Schiffswrack. Am Abend zuvor habe ich noch etwas Luft aus den Reifen gelassen damit man leichter durch den Sand fahren kann.

Weiter über den Indian Head zu den Champagne Pools und dort wieder baden.

So langsam mussten wir wieder umkehren, wir wollten noch zum Lake MacKenzie. Doch einen kurzen Stop haben wir noch gemacht um auf einen Felsen zu steigen.

Danach wurde die Zeit schon etwas knapp. Um vier mussten wir die Fähre erreichen und unseren Übernachtungsplatz sollten wir auch noch wieder finden um unser Zelt abzubauen und einzuladen. Lake MacKenzie sollte – wie schon gesagt – ja auch noch besucht werden. Also musste der Defender wieder durch Gelände gejagt werden, sehr anstrengend aber fun pur.

Unterwegs noch ein schönes Exemplar für die Schildersammlung:

Lake MacKenzie haben wir dann auch noch gesehen, für zwei Minuten oder so, aber die Zeit wurde richtig eng. Noch ca. 10 km zur Fähre von dort aus. In diesem Gelände dauert das schon, aber es hat gepasst. Wir waren alle gut durchgeschüttelt und ich war froh als die Kiste auf der Fähre stand.

Nach kurzer Autoreinigung und Auftanken haben wir den Geländewagen zurückgegeben und eine weitere Hetze stand an. Wir wollten Adam in Rockhampton treffen also stand eine lange Autofahrt an. Es war schon spät und die Chancen rechtzeitig dort zu sein sehr gering. Nachdem man zwei Tage mit dem alten Geländewagen mit ewig weiten Schaltwegen und einer Kupplung die so viel Widerstand beim Treten leistet, dass man es im Knie spürt, kommt einem der gute Toyota mit Automatik und Tempomat wie ein Spielzeug vor. Zügig ging es nach Rockhampton und wir waren sogar vor dem Coach da, indem Adam saß.

Da weit und breit kein Hostel war haben wir wild gecampt.

Der nächste (13.06.2008 ) Tag sollte ruhig werden und wir wollten einfach zum Strand, allerdings sind wir in falsche Richtung gefahren. Zuvor haben wir noch einige lustige Beuteltiere gesehen.

Letztendlich haben wir aber einen schönen einsamen Strand bei der Stadt Yeppoon gefunden.

Weiter ging es nach Maryborough und dort haben wir sogar in einem Hotel geschlafen. Allerdings waren die wahrscheinlich nur zu geizig um das „s“ in Hostel zu finanzieren. Zum Beispiel waren die Zimmer ohne Fenster. Wenigstens hat der Preis gestimmt.

Am Samstag (14.06.2008 ) ging es nach Airlie Beach, dem Ausgangspunkt zu den Whitsunday Islands. Wir haben uns mal wieder ein Hostel gegönnt und nicht das Zelt genommen. Abends gut gekocht, das war Adam wichtig und am nächsten morgen (15.06.2008 ) hat uns ein Boot auf Whitsunday Island an einem Strand namens Joey’s Beach abgesetzt. Da waren wir dann wie bei Cast Away.

Ich habe erstmal eine Wanderung gemacht und ohne Socken, nur mit Schuhen war das teilweise sehr schmerzhaft. Dafür habe ich Süßwasser gefunden, falls unsere Vorräte zur neige gehen sollten. Den ganzen Tag haben wir am Strand gelegen und sind ab und zu Schnorcheln gegangen. Ein kleines Riff vor dem Strand hat für zahlreiche Fußverletzungen gesorgt, aber auch sehr schöne Anblicke gewährt.
Indem ich auf eine Kokospalme geklettert bin und ein paar Nüsse abgemacht habe, hatten wir eine zweite Nahrungsquelle erschlossen, falls wir vergessen werden und uns keiner mehr abholt.

Mit dem Schweizer Offiziersmessers konnte man die frischen Nüsse dann öffnen.

Unser Zelt wurde aufgeschlagen, da sich die Frage wo wir übernachten ja grundsätzlich nicht stellte auf der einsamen Insel (auch wenn Adam dies nicht so ganz eingesehen hat ;) ) und am nächsten Morgen (16.06.2008 ) wurden wir dann abgeholt. Wir waren allerdings schon kurz davor geisteskrank zu werden, denn ein dummer Spruch folgte auf den anderen.

Nachdem wir wieder auf dem Festland waren sind wir in das Hostel zurückgekehrt indem wir schon zwei Nächte zuvor übernachtet hatten. Aber erst nachdem wir eine Auseinandersetzung mit der Rezeption eines anderen Hostels hatten. Ausruhen war jetzt erstmal angesagt und abends wieder Kochen.

Am Dienstag (17.06.2008 ) wurde das Highlight organisiert. Bevor wir auf die Whitsunday Island übergesetzt sind hatten wir schon damit anfangen. Jetzt mussten aber konkrete Pläne geschmiedet werden. Das Great Barrier Reef war nicht weit von der Küste entfernt und was liegt dann Näher als Tauchen. Als alles abgeklärt war konnte ich beruhigt den Rest des Tages genießen. Eine kleinere Wanderung …

… und der Besuch eines Wasserfalls (der allerdings sehr ausgetrocknet war) standen an.

So um zwanzig vor sechs (das Büro indem wir die Tauchtour gebucht hatten schloss um sechs) hatten wir sogar Stefan überredet doch mit zum Tauchen zu kommen. Deshalb ging es schnell noch mal in die Stadt.

Mal wieder früh aufstehen (18.06.2008 ) hieß es dann wieder und dann auf das Boot und raus aufs Meer. Das genaue Ziel war das Bait Reef, ein kleines Riff im gigantischen Komplex des Great Barrier Reefs. Die Bootsfahrt war sehr schaukelig und Adam und mir war richtig schlecht als wir nach zwei Stunden fahrt ankamen. Unser Problem war, dass wir nichts gegessen hatten. Aber das Tauchen ging los. Da ich meinen Tauchschein noch per Post geschickt bekommen hatte als ich noch in Neuseeland war konnte ich mit den anderen Certified Divern zwei große Unterwasserflüge machen. Haie, eine Schildkröte, riesige Rochen und natürlich Korallen und Korallenfische…. Einer der Rochen ist genau auf mich zu geschwommen, da hab ich schon ein wenig Angst bekommen, zumal der so ca. vier Meter breit war. Leider gibt es keine Fotos.
Auf dem Rückweg mit dem Boot haben wir noch Buckelwale gesehen. Dies war einer der besten Tage…

In unserem Hostel fühlten wir uns schon richtig heimisch. Es stand auch schon die dritte Nacht in Folge und die vierte insgesamt an. Jeder hatte eine Stammdusche und Stefan musste sich Moralpredigten von seiner anhören.

Am Donnerstag (19.06.2008 ) ging es auf die letzte Etappe, zumindest für mich. Cairns war das Ziel, dort sollte Marcus ankommen und ich einen Tag später abreisen. Auf dem Weg lief wieder eine Känguru vor das Auto. Diesmal konnte ich allerdings noch bremsen (nicht so wie an einem der ersten Tage). Um Marcus rechtzeitig abzuholen waren wir natürlich viel zu spät. Das Klima wurde immer tropischer.
Nachdem wir Marcus aufgelesen hatten versuchten wir eine Übernachtungsmöglichkeit am besten mit Pay-TV für Fußball zu finden. Letztendlich sind wir einem Luxusbackpacker mit eigener Dusche und WC untergekommen. Das Portugalspiel sollten wir jedoch nicht sehen.

Der letzte Tag in Australien stand für mich an (20.06.2008 ). Abschied nehmen fällt nicht leicht, aber wir werden uns wohl alle noch mal wieder sehen. Der Flug sollte über Sydney und dann nach Christchurch gehen. In Sydney habe ich zuerst verrafft, dass es noch einen international Airport gibt zu dem ich muss und wäre fast zu spät gewesen. Gut, dass die Fluggesellschaft Virgin Blue immer zu spät ist. In Christchurch kam ich so um zwölf Uhr nachts an und habe mich dann schlafen gelegt auf den Boden hinter einem Plakat. Am nächsten morgen (21.06.2008 ) sollte es mit dem Shuttelbus nach Dunedin weitergehen. Da dieser dumme Bus nicht richtig beschriftet war hätte ich ihn fast verpasst.
In Dunedin war alles beim Alten. Will hatte schon alles für die Party organisiert und abends sind wir dann in den Wald um die Location zu finden. Um vier Uhr morgens war ich wieder im Bett und am Nachmittag sollte es weiter gehen.

Alltag, Uni, …

Mai 22, 2008 by zagglimkiwiland

So meine Freunde, lange ist es her, dass ich hier einen Eintrag hinterlassen habe. Dafür gibt es zwei Gründe: erstens, es ist ne Menge Arbeit angefallen, die Uni neigt sich dem Ende und mein Master-Thesis-Projekt hat auch einigen Aufwand verursacht. Aber gerade eben habe ich einen entscheidenden Schritt vollendet. Zweitens, in Neuseeland selbst ist auch nicht mehr so viel los. Das schlechte Wetter macht sich immer breiter, es ist halt Spätherbst. Skifahren ist leider erst ab Juli/August möglich und ich habe die Idee auch aufgegeben hier die Pisten zu testen. Dazu später mehr.
Bis auf ein paar Parties und wenige Tagesausflüge gibt es eigentlich nichts zu berichten. Ich hinterlasse einfach mal Bilder von Tunnel-Beach:


Und noch ein schönes Bild von der Sandfly Bay (Peninsula) aus dem Tierreich, diesmal nicht ganz jugendfrei:

Und ich dann auch – irgendwo auf der Peninsula:

Ach ja, falls Ihr mal Neuseeland besuchen solltet und Autofahren müsst: ‘the better side of the road’ (so wie Chris immer zu sagen pflegt) ist nicht das größte Problem. Die Geschwindigkeitsbegrenzungen sind niedrig (auch auf dem Highway maximal 100 km/h) und wenn man sich nicht daran hält (so wie ich dummerweise (01.05)) wird es schnell sehr, sehr teuer.

Zurück zum Thema Skifahren. Stefan hatte die Idee nach der Uni nach Australien überzusetzen und dort anderen Aktivitäten zu frönen (wie z.B. Tauchen). Das ist ja was im Great Barrier Reef. Da habe ich mich nicht lange Überreden lassen. Sweet as. Hoffentlich klappt das. Danach melde ich mich wieder.

Mid-Breaks, Southern Island

April 30, 2008 by zagglimkiwiland

So, die letzte (große) Reise liegt hinter mir. Die Mid-Semester Breaks wurden ausgenutzt um den noch unentdeckten Rest der Südinsel zu erkunden. Eigentlich habe ich zwei Touren gemacht zuerst mit Myra, Chris und Will, meinen Flatmates. Sarah hatte schon den Flug nach Auckland gebucht. Später ging es mit Miriam, Marcus, Stefan und Adam weiter… Aber fangen wir mal vorne an. Ach ja, und da das Ganze ein wenig kompliziert ist diesmal mit Karte.

Freitags (18.04.08) mittags nach meiner Software Engineering Vorlesung (und dem dazu gehörigen wöchentlichen ÜbersWochenendeAssignment) starteten wir mit Gwendoline (and „she is a good car“) in Richtung Christchurch. Es stand die Will Catton Family Tour an: Aus dem Leben eines Kiwis. In Timaru war dann unser erster Stopp, denn Will hatte den Einfall, dass ja seine Großeltern dort leben. Als einziger Non-Native-Speaker hat man da schon so seine Probleme, aber wir wurden gut gefüttert und sind dann weiter zu Will’s Eltern, die in der Nähe von Christchurch leben. Dort wurden wir dann abermals gut gefüttert und reichlich mit Alkoholika versorgt. Will’s Dad hat uns seine Spielzeuge, wie sein High-Tech Teleskop und seinen Laserstrahler gezeigt. Am nächsten Morgen – nach einer gemütlichen Nacht am Kamin mit den Flatmates – zeigte sich, dass es geschneit hat. Wahnsinn.

Gwendoline war ganz weiß… na ja, eigentlich ist sie von natur aus weiß. Egal.

Der Schnee hatte viel Gutes, denn wir sind gleich über den Arthurs Pass in Richtung West Coast und die Berge waren alle noch weiß bedeckt.

An einem kleinen Rastplatz waren sie dann wieder: Keas. Die frechen Vögel sind total neugierig und sind immer auf dem Vormarsch.

Chris hat dann versucht sie davon zu überzeugen, das Auto in Ruhe zu lassen.

Ja und so ging es weiter über den Pass und bis mich dann erneut die Kiwi-Architektur zum lachen brachte. Den Umstand, dass man auf Brücken seine Fahrbahn mit dem Gegenverkehr teilen muss war ich ja schon gewohnt, selbst auf den Highways passiert das immer wieder. Aber, dass dann noch Zuggleise dazukommen …

Endlich waren wir an der West Coast. Es ist schon anders als im Osten der Südinsel, noch höhere Wellen und noch weniger Menschen.

Unser Ziel war das Heim von Will’s älterer Schwester, das bedeutet, dass wir in Richtung Süden weiterfuhren, immer die Küste entlang, in Richtung Haast. Wir waren gut in der Zeit obwohl wir unzählige Male angehalten sind, z.B. auch am Franz-Josef Gletscher.

Bei Will’s Schwester angekommen – oder besser nur in ihrem Haus – haben wir es uns gemütlich gemacht. Es war noch keiner daheim. Essen und trinken war angesagt. Ein Dreiliter- Tetra-Pack mit Zapfhahn, voll mit Rotwein. (Aber das war natürlich nicht alles.) Am nächsten Tag (20.04.08) weckte uns erstmal Will’s Neffe auf und dann ging es so langsam zu einem sehr schönen Strand.

Hier gab es natürlich wieder unscheue Tiere…

…und auch eine Flusseinmündung. Zwei sind rein gegangen.

Da Myra montags arbeiten musste hieß es, dass der Trip zu Ende ist und es wieder nach Dunedin. Will hat sich noch verabschiedet, …

…. dann haben mich die drei noch mal zurück nach Norden – genauer nach Fox – gebracht, wo die Anderen sein sollten.

Tja da war ich dann in Fox und Fox ist nicht groß. Nachdem ich den Kollegen Miriam, Marcus, Adam und Stefan eine Text geschickt hatte bin ich auch kurz auf den guten Mitsubishi gestoßen. Dann können sie ja nicht weit sein. Erstmal was essen. Ja und dann kamen sie auch und wir sind nach Norden. (Hier fängt die blaue Linie in der Karte an, bisher war es dir Rote.) Es war bereits ein Backpackers für die folgende Nacht gebucht und wir fanden uns am Abend in dem kleinen Ort Okarito direkt am Meer wieder. Am Abend sind wir noch zum Strand bei Vollmondlicht und am nächsten morgen bin ich dann in die Meeresfluten, vor der Dusche. Ich muss sagen so kalt war es noch nie. Auf dem Weg weg von Okarito noch schönes Bild für die Sammlung Straßenschilder

An diesem Tag sind wir auch an den Pancake-Rocks vorbeigekommen: schön, aber überlaufen. Wenn man hier mehr als zehn Menschen auf einmal sieht, fühlt man sich schon eingeengt ;)

Die nächste Übernachtung fand dann auf „Old MacDonalds Farm“ statt. Durch einen großen Zufall bauten gerade Franzi und zwei weitere Freunde aus Dunedin ihr Zelt direkt neben unserer 5-Mann und 16 Quadratmeter großen Hütte auf.

Am nächsten Morgen (22.04.08) haben wir versucht den Sonnenaufgang zu sehen. Also früh aufstehen! Aber leider waren einige Wolken im Weg und auch eine Insel hat den perfekten Sonnenaufgang über dem Meer verhindert. Danach haben wir uns Kajaks geliehen. Adam und Stefan in einem Zweier, ebenso Miriam und Marcus. Ich war mit der Einer-Nusschale allein auf der Tasman Bay.

Das erste Ziel war (nach langer Überredung) eine kleine Insel. Dort haben wir erstmal am Strand pausiert.

… und extra für Stefan: Die absolut stylische Homer-Simpson-Gedächnis-Kopfbedeckung wurde auch von dir genutzt.

Danach sind wir noch weiter zu einer Pinguininsel aber die See wurde zur rau und wir sind wieder Richtung „Festland“. Dort war ein Traumstrand mit schönen Klettermöglichkeiten.

Der Rückweg war weit und anstrengend. Gegen die Strömung, aber wir kamen genau pünktlich um die Bote zurückzugeben.

Nach einer heißen Dusche ging es am Abend weiter Richtung Collingwood.

Hier fanden wir ein sehr gutes Backpackers mit Frühstück. Am nächsten Morgen (23.04.08) hat es dann auch mit dem Sonnenaufgang geklappt. Hier nur ein Auszug:

Im Backpackers beim Frühstück war dann auch ein bester Freund des Menschen. Genauso verfressen wie der Daheim.

Danach stand eine Tageswanderung am Nordende der Südinsel stand an. Farewell Spit ist die lange Halbinsel, die vom Nordende nach Osten zeigt. Ein Paradies für Seevögel.

Ingesamt war es sehr wendig, ein richtiges Naturerlebnis.

Und überall konnte man von den Dünen runter in den Sand springen. Letztendlich fand sich auch noch ein schöner Kletterfelsen:

Wegen Vollständigkeit: Wir haben Ihn erreicht, den nördlichsten Punkt der Südinsel:

Am Abend ging es nach Motueka dort war unser nächstes Hostel. Abend haben wir uns noch ein gutes Chili gemacht und Alkoholika konsumiert. In dem Hostel waren mehr Deutsche als in Berlin, kann man fast sagen.

Am nächsten morgen ging es weiter. Adam unser Packmeister musste immer alles schön verstauen, da es doch etwas eng mit fünf Leuten im Auto war, samt Gepäck. Es ging weiter nach Marlborough. Dort gibt es auch die Sounds und schönes Wetter begleitete uns (wie immer, kann man sagen).

An einem schönen Strand sind wir ein wenig schwimmen gegangen:

Aber die Sandflys waren auch wieder da. Ein wenig weiter oben hatte man allerdings seine Ruhe vor den Mistviechern.

Tja unser Stefan hat dann natürlich seine Kamera liegen lassen. Das hat er gemerkt als wir ein Gruppenbild machen wollten.

Es ging abends zu einem Hostel in Havelook. Am nächsten Tag (25.04.08) beim Frühstück hat uns dann Shane, der Herbergsbesitzer, Fischer, Jäger und Drachenflieger ist ein Angebot unterbreitet, welches wir wahrscheinlich nicht ausschlagen können. Er hat einen Freund in der Nähe von Dunedin, der jungen Leuten wie uns (;)) das Drachenfliegen beibringt… for free !!! Da muss ich eigentlich hin.

Wir sind weiter nach Süden, der East Coast entlang. Kaikura haben wir auch gesehen, aber wieder sehr touristisch. Auf dem weiteren Weg gab es das wohl beste Schild „Achtung Seals“ und das auf dem Highway. Leider kein Foto vom Schild… Aber die Seals waren überall.

Unser Ziel war Peel Forrest (in Southern Canterbury) in der Nähe von Christchurch. Dort hatten wir eine Rafting Tour gebucht. Kurz durch Christchurch und in der Nacht sind wir dann mitten in der Pampa angekommen.

Die Rafting Tour war super Action. Nach dem Aufstehen am Samstag (26.04.08) wurde sich dann so langsam vorbereitet. Beim Rafting ging bis Stufe 5 (ich glaub von 6 Stufen).

Tja und das war die letzte Tour im groben. Ich könnte noch stundenlang Details hinzufügen aber die Uni stresst mich so langsam. Die Kurse gehen noch, aber die Master Thesis macht nur sehr zähe Fortschritte. Naja, ALLES WIRD GUT.

Methven, Nowhere und Edoras

April 11, 2008 by zagglimkiwiland

So zeitschnell hab ich noch nie gepostet: Gestern (10.04.08) sind wir in Richtung Christchurch aufgebrochen. Unser Ziel war die Landschaft der Region “Erehwon”, was einfach nur der Name für nowhere ist, allerdings falsch rum geschrieben. Bis auf die Schreibrichtung der Buchstaben trifft dieser Name die ganze Sache doch sehr genau. Nach einer Nacht im Skiort Methven gelangten wir auf eine sehr einsame Straße durch eine Landschaft, die einen sehr an die “Herr der Ringe” Filme erinnert. Tatsächlich wurden hier einige Szenen aus dem Film gedreht und das Herzstück der Landschaft ist der Mount Sunday, auch bekannt als Edoras. Die Strasse hat den Namen Strasse nicht verdient, aber sie ist die einzige die in nach Nowhere führt. Man muss auch sagen, dass die “Highways” nicht viel mehr als Landstraßen sind. Ab und zu wird es zweispurig, aber auf Brücken kann es passieren, dass man sich mit dem Gegenverkehr eine Spur teilen muss. So gesehen kann man den Schotterweg als Landstraße sehen. Mit so ungefähr 30 km/h geht das dann so vor sich hin. Vorbei an Lake Clearwater und es wird immer einsamer. Die Strasse wurde teilweise schlechter und an einigen Stücken kann man nur noch Schrittgeschwindigkeit fahren, zumal das Auto ausschließlich für feste Straßen ausgerichtet ist. Die pure Ironie sind dann solche Schilder:



Den allein stehenden Felsen worauf das Dorf Edoras mal stand, haben wir dann endlich gefunden. Nach einer Flussüberquerung könnten wir da hoch gehen und die Aussicht genießen.



Das im Hintergrund von mir ist übrigens “Helms Klamm”:



Anschließend sind wir durch die Ebene gegangen – stundenlang – und haben zahlreiche Flüsse überquert, zwei von uns sogar den Sumpf … ich war jedenfalls der Einzige, der nicht so ausgesehen hat, als ob ich an chronischer Inkontinenz leiden würde, weil ich so mit braunem Schlamm voll war ;) .

Jetzt auch offiziell hier

April 9, 2008 by zagglimkiwiland

Jetzt (09.04.08) hab ich auch ein Visum, nach fast zwei Monaten im Kiwiland. Ich poste das als Kontrast zum Matze der später ankam und früher sein Visum hatte (nach drei Tagen???). Auf jeden Fall werde ich mich bestimmt so schnell nicht wieder über die deutschen Behörden aufregen, zumal ich noch ein paar Unterschriften brauche um mich einzuschreiben ;)


Flat-Party und SkyDive

April 8, 2008 by zagglimkiwiland

Ich habe mich ja schon lange hier nicht mehr gemeldet. Aber es bleibt immer weniger Zeit dafür. Auch Bilder gibt es diesmal kaum, weil ich öfters mal die Kamera hab liegen lassen. Obwohl ich das Ding gerne am Donnerstag (03.04.08) zu gerne dabei gehabt hätte. Sam ein Kiwi hatte uns auf eine Flat-Party eingeladen. Na ja, und nach deutscher Manier sind wir erst so um halb elf da hingegangen. Alle schon mega besoffen, das britische Drink- und Verhalten-im-alkoholisierten-Zustand-Gen war wieder voll zu erkennen. Das hat der weiße Mann offensichtlich mit hierhin genommen. Diesmal waren wir (Stefan und ich) – so denke ich – die einzigen Nicht-Kiwis. Zuerst einmal haben wir ein Bettlaken bekommen aus dem wir uns so ne Art Toga gebaut haben, denn es war eine White-Dress-Party. Ja dann wurde natürlich getrunken. Der Punch war in einem Bottich auf dem Boden. Die Kiwis waren natürlich alle granaten, die fangen erst mit 18 an zu trinken und flippen, dann natürlich direkt aus. Die Wohnung sah später aus wie eine Müllhalde und zu guter letzt haben wir alle auf Sams Wunsch seine Zimmertür eingetrete. Die Schlüssel hatte er gerade nicht zur Hand … richtig lustig war es dann, dass seine Freundin ca. 10 Sekunden später mit den Schlüsseln ankam. Das echte Highlight der Party war das Schaf. Da hatten die Jungs doch tatsächlich ein Schaf auf einer Farm geklaut und im Kofferraum abtransportiert. Es sollte dann geschlachtet und gegrillt werden. Der Anführer der Schafklautruppe ist lediglich mit einem Haarreif und sehr knappen Dessous bekleidet gewesen .. vielleicht hatte er sonst nix weißes.

Der nächste Morgen war natürlich hart. Zumal mein schon lange geplanter Fallschirmsprung gecanceled wurde. Aber ich hab mich dann einfach der Gruppe (Stefan und Adam) angeschlossen die am Sonntag (06.04.08) ins kleine Wanaka zum Sky-Dive gefahren sind. Je näher wir kamen, desto besser wurde das Wetter und auch unsere Zweifel wurden gleichzeitig größer. Aber es war super, wir sind sogar durch eine Wolke gefallen, sehr krass.
Zuletzt ein Bild kurz vor dem Sprung …

Daytrip: Catlins, Southland

März 31, 2008 by zagglimkiwiland

Nachdem die Osterferien doch sehr zu Lasten des Arbeitspensums waren und vieles liegen geblieben ist, stand erstmal nur ein Tagesausflug für gestern an (Sonntag, 30.03.2008). Aber es ist Wahnsinn was man hier an einem Tag so machen kann. Wir sind zwar über 500 km gefahren, aber durch die abwechslungsreiche Landschaft wird einem nie langweilig. Hinzu kommt noch der Umstand, dass die “highways” hier bei uns bestenfalls als Landstraße bezeichnet werden würden. Einspurige Straßenbreite ist normal, selten wird eine Seite zweispurig, nur dann wenn es steil bergauf geht. Mittelleitplanken gibt es natürlich auch nicht.

Morgens um 8 ging es los und die Küste entlang nach Süden. Da Dunedin nah an der Küste liegt sind die ersten schönen Plätze nicht weit.
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Und falls sich jemand für Schafe interessiert. Hier gibt es natürlich eine ganze Menge davon.

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So, nur damit ich auch mal ein Schafbild gebloggt habe.

Durch großes Glück tauchten noch einmal die Yellow Eyed Penguins auf. Diesmal hab ich extra nur schlechte Bilder gemacht, damit ihr nicht wieder auf die Idee kommt die wäre “unecht”. Weil sie so lustig da rumstehen.

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Weiter geht es zum Nugget Point an dem man angeblich Seeelefanten sehen kann, aber leider waren keine da. Nur die üblichen Lion Seals, aber gleich mehr zu diesen Tieren. Der Nugget Point selbst ist ein klein wenig touristisch für neuseeländische Verhältnisse. An der Spitze des Nugget Point steht ein Leuchtturm und man hat von dort eine Aussicht über das Meer und Felsen. Da wir schon sehr früh dort waren, schwebte noch etwas Nebel in der Luft.

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Weiter ging es zum Cannibal Bay. Dort gab es mehr Lion Seals am Strand als Menschen. Diese gemütlichen Seelöwen liegen einfach am Strand und schlafen in der Sonne.

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Man darf ihnen nur nicht zu nahe kommen. Das dicke braune Männchen hat mich gut angefaucht als ich ein paar Fotos gemacht habe, da kriegt man schon ein wenig Angst, weil die verdammt groß sind.

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Die Strände hier sind so groß und einsam und dann geht man ein wenig durchs Grass und steht schon am nächsten Strand…

Hunger war erstmal angesagt … was liegt näher als gutes Lammfleisch als “Lamb Burger”. Die Freude war groß bei mir, wie man sieht. Das war (fast) mein erstes Essen für diesen Tag. Bruno hat nix bekommen …

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Unser übernächster Stop (nach einem Wasserfall) war der “Slope Point” – der südlichste Punkt der Südinsel von Neuseeland.
Touristisch vermarktet wird das nicht, wir mussten sogar über Zäune klettern um da hinzukommen. Das einzige was sicherstellte, dass wir richtig waren war ein Schild.

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Wiedermal hatten wir unwahrscheinlich viel Glück mit dem Wetter gehabt. Lange kann es nicht mehr anhalten …

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Easter Breaks

März 27, 2008 by zagglimkiwiland

Der große Easter Break Road Trip: Am Donnerstag (20.03.08) war der letzte Uni-Tag vor den Osterferien. Am späten Nachmittag sind wir dann endlich losgefahren. Erstmal in Richtung Fiordland. Das ist eine Fjordlandschaft im Westen der Südinsel. Bis Milford Sound – einer Ansammlung von ca. 5 Gebäuden – haben es an dem Abend natürlich nicht mehr geschafft. So um 11:00 haben wir uns an einer Art Schützhütte niedergelassen und dort übernachtet. Ich hatte wahrscheinlich noch den bequemsten Platz im Auto. Die anderen haben auf dem Betonboden der Hütte, die nicht geschlossen war geschlafen. Am nächsten morgen mussten wir dann 5 Dollar pro Nase zahlen, weil mal dort eigentlich nicht campen darf (brutale Strafen haben die Kiwis). Ein Saubermacher hatte uns erwischt. Das Wetter war sehr regnerisch. Man muss bedenken in Fiordland regnet es ca. 200 Tage im Jahr. Aber die Milford Sound war echt schön am nächsten Tag. Die Wolken in den Fjorden sind beeindruckend.

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Auf dem Rückweg ist dann die „Karre verreckt“ (danke Stefan für diese Diagnose )). Aber es war halb so wild, eigentlich nur ein Fehler der Tankanzeige.

 

Am selben Tag noch (also Freitag 21.03.08) haben wir eine Bergtour gemacht (den Anfang des Routburn Treks). Nur durch die Bilder, die wir später sahen, wussten wir, dass es ne tolle Aussicht gewesen sein muss … Aber es waren ja immer noch die Wolken und der Regen da. Daraufhin sind wir dann nach Te Anau gefahren um in einem Backpacker zu schlafen. Am nächsten morgen (Samstag 22.03.08) klarte es dann endlich auf. Die Sonne kam raus und alles schien besser zu werden. Für uns stand erst einmal eine richtige Touristentour an. Doch zuvor mussten wir wieder die Karre mal wieder reparieren. Die Batterie war leer. Schnell ein Überbrückungskabel an der Tankstelle gekauft und einen Kiwi gefragt, ob er uns Starthilfe geben kann. Ganz so einfach war es nicht, denn wir stellten fest, dass es sich um einen V6 handelt und das gekaufte Kabel nur für 4-Zylinder tauglich ist. Die Road-Mates wollten kein Risiko eingehen und haben das Kabel wieder getauscht. Naja, dann ging es endlich los. Erstmal ein wenig fahren (um die Batterie aufzuladen) und an einem abgelegenen See frühstücken, dann zurück nach Te Anau. Schön mit einem Boot über den See (Lake Te Anau) und dann durch eine Höhle. Die Höhle ist durch einen unterirdischen Fluss entstanden und das besondere war, dass dort zahlreiche Glühwürmchen leben. Die spannen kleine Netze und locken durch ihr Glühen Insekten an, um diesen dann zu fressen. In absoluter Dunkelheit sieht es wie ein Sternenhimmel an der Höhlendecke aus, wenn die Würmchen da so rumglühen. Leider konnte und durfte man keine Bilder machen. Abends haben wir uns einen Campingplatz mitten im Wald gesucht. Nachts kamen wir erst an und das Mondlicht war so hell, dass wir fast Alles ohne künstliches Licht gesehen haben. … die Bergkuppen über einem und im Wald konnte man einzelne Baumkronen sehen. An dem kleinen Bach, der direkt am Platz vorbeifließt haben wir dann noch ne Flasche Wein getrunken und sind schlafen gegangen, denn der nächste Tag sollte anstrengend werden.

 

Die Bergtour stand am Ostersonntag (23.03.08) an. Hierbei kann man wieder die Bilder sprechen lassen. Ein schmaler Pfad führt zu einer Aussicht, die alles enthält. Zwischen den Gipfeln von Gletschern Blickt man hinunter auf ein Tal, das von einem Fluss durchzogen wird. Dahinter sind weitere Berge und ein Fjord. Da kann man schon ne Jause machen.

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Aber wir wollten mehr. Aus einem kurzen Abstecher nach weiter oben wurde das verbissene Ziel: berühre das Eis! Wir hatten uns plötzlich vorgenommen soweit zu gehen bis das Eis des Gletschers erreicht ist. Weiter unten war noch mehr Eis, aber wir wollten das Gletschereis. Es wurde immer steiler und man musste mittlerweile richtig klettern, doch wir haben es geschafft.

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In der zweiten Nacht am Waldcampingplatz haben wir gut geschlafen.

 

Kanufahren in Milford Sound (Montag 24.03.08) war zuvor geplant und das Wetter war einfach perfekt. In Booten zu je zwei Mann sind wir dann durch den Fjord gepaddelt.

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Der letzte Tag unserer Osterferien (25.03.08) ist ein wenig den IMlern gewidmet. Der große „jump“ war vorgesehen, als krönender Abschluss unserer Tour. Dabei wollte ich natürlich unsere „Uniform“ tragen: unser gutes IM-T-Shirt… Zuerst nach Queenstown und irgendwann war es dann soweit. Die Sache wurde ernst. Von einer 43 Meter hohen Brücke über einem türkiesfarbenen Fluss: der Bungy-Sprung. Irgendwie war meine Klappe etwas groß und ich antwortete dem Bungy-Seil-Typen als er mich fragte, ob ich das Wasser berühren wollte: „As much as possible“. Das Ergebnis war, dass kurzeitig nur noch meine Füße aus dem Wasser schauten. Ich hatte Gott sei Dank keine Schuhe und keine Strümpfe an.

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Leider gibt es noch keine qualitativ guten Fotos. Aber wir hatten wieder großes Glück, denn zufällig stand ein Hobby-Fotograf unter den Zuschauern mit dem wir Email-Adressen ausgetauscht haben.

Zuletzt muss natürlich noch ein Assi-Helden-Foto gemacht werden.

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Bei der Rückkehr zu unserem Auto entdeckten wir, dass wir einen Platten hatten. Super. Reifen wechseln und mit einem dämlichen Ersatzrad begann die Suche nach einem Reifenmonteur, der geöffnet hatte (in der Region Otago ist Feiertag). Letztendlich hat das Auto auch noch seinen neuen Reifen bekommen und wir sind den weiten Weg zurück nach Dunedin gefahren. Allerdings auch nicht ohne Steinschlag mit Sprung in der Windschutzscheibe. Der gute Mitsubishi Galant V6 scheint wirklich verflucht zu sein.

Peninsula, Dunedin und Umgebung

März 27, 2008 by zagglimkiwiland

So, es ist wieder viel passiert in Dunners, man kommt kaum noch zum Schreiben. Also ein Visum habe ich natürlich immer noch nicht, so langsam regt es mich auf. Dafür ist die Landschaft um Dunedin herum sehr schön. (Man kann nicht alles haben: entweder Zivilisation oder Natur.) Die Uni darf ich ja auch nicht so schlecht dastehen lassen. Das erste was ich hier bekommen habe war ein Platz in einem Büro mit Meerblick. Da kommt man natürlich nicht so leicht zum Arbeiten…

Office

Ein Tagesausflug zu Fuß ist gar kein Problem, einfach auf zum Mount Cargill, von dort hat man eine wunderschöne Aussicht auf die Stadt, die Peninsula (also die vor Dunedin liegende Halbinsel) und das Hinterland (16.03.08).

Dabei kommt man an der Baldwin Street vorbei, die steilsten Strasse der Welt (worauf man nicht alles stolz sein kann … das ist schon ein kleiner Touristenmagnet, warum kann ich euch nicht sagen) und kurz darauf ist man schon wieder im Busch.

Heute (Dienstag 18.03.08) stand da eine große Peninsulatour an. Echt sehr schön, was hier vor der Haustür alles so existiert. Die unterschiedlichsten Landschaften direkt nebeneinander, erst Meer, dann Berge, dann Berge im Meer. Viele Tiere gibt es auch zu sehen. Pinguine, Seehunde, Albatrosse und viele mehr springen und schwimmen herum. An der Spitze der Peninsula ist die einzige Albatrosskolonie der Welt, die auf dem Festland gelegen ist. Die großen „Monarchs“ leben dort und die sind einfach gewaltig groß. Leider hab ich kein Foto, auf dem eine Möwe oder ein Kormoran mit drauf ist, erst dann sieht man wie riesig die sind.

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Und textlich war es das auch schon, denn erstens geht es ab morgen, bis über Ostern schon wieder auf die nächste Tour und zweitens schreib ich ja eh nicht so gerne, wie ja einige wissen. Aber dafür mal ein paar Bilder mehr.

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